SKM Trainingstörn im Ijsselmeer und Wattensee

Freitag früh um 5 Uhr fuhren 5 Segelkameraden los, um in Freiburg ihren Segellehrer einzusammeln und dann weiter nach Stavoren in Holland zu steuern.

Eine Bavaria 41 mit dem Namen Noya wartete im Buitenhafen auf uns und musste natürlich noch mit allerlei Essen und Trinken aufgefüllt werden. Denn wie wir alle wissen, macht Segeln hungrig.

Unser erster Tag begann mit einer Sicherheitseinweisung und nicht so sehr viel Wind.

Deshalb entschlossen wir gleich durch die Lorenzschleuse und den Kornwederzand in das Wattenmeer zu fahren. An einer Windräder-Allee, Sandbänken und Seerobben vorbei, liefen wir spät am Abend in Harlingen – Frysland ein. Im Zuiderhafen legten wir dann im Päckchen mitten in der Stadt an, bei den historischen Kaufmanns Häusern und Geschäften.

Am nächsten Morgen öffnete die Brücke schon um 6 Uhr, um uns aus dem Stadthafen fahren zu lassen. Die frühe Zeit war wichtig, da wir mit günstiger Strömung und genug Wasser unter dem Kiel, weiter nach Terschelling kommen wollten. Dieses gelang uns bestens, da wir uns mit Gezeitennavigation, Tide und der Stromtabelle auseinandergesetzt hatten. Gegen 12 Uhr am Mittag durften wir als dritte im Päckchen, 53° 24’ N, 5° 20’ O, festmachen. Das Anlegerbier am frühen Mittag sorgte für ein Schläfchen an Bord, so dass wir frisch und munter das Städtchen erkunden und das Erlebte bei einem Mossele Essen ausklingen lassen konnten.

In der Waddenzee wird nicht einfach in die See gestochen, wenn einem danach ist, sondern erst dann, wenn die Wassertiefe-höhe und die Strömung es zulassen. So hatten wir am nächsten Morgen noch genug Zeit, um eine Düne zu erklimmen und im Matsch zu waten.

 

Das Wasser rief uns dann gegen halb 12 um die Segel zu setzen und Hindeloopen anzusteuern. In der nächsten Schleuse steppte der Bär, aber was solls, wir können es jetzt so gut, als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Das Örtchen Hindeloopen mit seinen malerischen alten Häuschen, Grachten, kleinen gemütlichen Gassen und Holzbrücken ist eine Museumsstadt mit ca. 800 Einwohnern – ein Anlegen lohnt sich.

 

Tags darauf wollten wir über Workum aus weiter in den Kanal, welcher durch das Städtchen in die friesischen Kanäle sowie Richtung Stavoren führte. Beim Schleusenwärter erfuhren wir den aktuellen Wasserstand, garantierte Wassertiefe für Heute 1.90 m. Unsere Noya hat aber einen Tiefgang von 1.95 m – dann üben wir heute also Schiff in Sand setzen und es wieder frei zubekommen. Alles lief gut und wir genossen die Wasserstraße mit den beidseitig zusehenden Häusern, Plätzen und Kirchen.

 

Später änderte sich unser Ufer Bild und wir hatten das Gefühl durch Wiesen und Felder zu segeln. Heute machten wir in einer kleinen Marina fest, um zu übernachten. Diese hatte Ruhetag und so nutzten wir die Terrasse des Hafenrestaurants zum Verzehren unserer restlichen Vorräte.

 

Die nächste Schleuse ließ nicht lange auf sich warten und so ging es wieder ins Ijsselmeer, das nächste Ziel war Enkhuizen. Auf dem Weg dorthin übten wir Rettungsmanöver und konnten später tatsächlich auch noch Anettes Mütze und den Bootshaken von Jo bergen. Auch wurde der Treibanker aus der Backs Kiste genommen und ausprobiert – man weiß ja nie.

Später dann wieder die Herausforderung mitten in der Stadt einen Liegeplatz für die Nacht zu bekommen. Auf engstem Raum geht es unter Brücken, mit Drehen und Aufstoppen, rückwärts und vorwärts in den Innenhafen. Heute hatten wir uns den Anleger wirklich verdient und das leckere Essen im Gasthaus Markerwaard natürlich auch. Der nächste Tag versprach guten Wind und so freuten wir uns auf weitere Trainingseinheiten im Ijsselmeer.

Viel zu schnell geht so eine Segelwoche vorbei und wir haben einige Erfahrungen und tolle Eindrücke mitnehmen dürfen. Ein dickes Dankeschön geht an Klaus-Jürgen, welcher uns an das schöne Revier herangeführt hat.

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