Eine Klubregatta ohne Wind: Opti-mal gelöst

Am Sonntag 26. Juni war unsere diesjährige Regatta geplant. Unser Vorstand hatte alles prima organisiert, die Rennleitung war auf alles vorbereitet und wir freuten uns. Morgens haben wir sogar noch ein Boot beobachtet, das auf Übungsfahrt ging.

Aber erstmals Stärkung tut Not: es gab Kaffee, Brezeln und lecker Hefezopf, denn ohne Grundlage kann man schließlich nicht segeln. Unsere fleißigen Helfer in der Küche haben die Tische gedeckt, man brauchte nur zuzugreifen. Ach ja: die selbstgemachte Marmelade war ein Traum…man hätte sie löffelweise auch ohne Brot essen können…

Alle freuten sich schon und haben Petrus um gutes Wetter und Forseti (germanischer Gott des Windes und des Fischfangs) um viel Wind gebeten. Unser guter alter Petrus hat mitgespielt, aber Forseti (wahrscheinlich kennen ihn zu wenig) zierte sich. Nach den üblichen Formalitäten und Wer-mit-Wem-Diskussionen standen wir bereit, um endlich auszulaufen.
Aber dann: die Hupe kam zum Einsatz und die rot-weiß gestreifte Fahne wurde gehisst. Der Start wurde verschoben – erstmals – wir hofften ja noch immer auf ein bisschen Wind.

Zwischenzeitlich hatten die Ersten schon wieder Hunger und so wurde beschlossen, jetzt wird wieder gegessen. Der Grill wurde angeworfen: nun kamen die Roten, dann die Weißen und weitere Schweinereien auf die Glut. Viele verschiedene Salate zierten das Büffet. Wer hier hungrig vom Tisch aufstand, dem kann keiner helfen.

 

Gefühlte Stunden später wurde vom Rennleiter nochmals die Hupe betätigt. Denn in der Zwischenzeit hatte die Rennleitung und der Vorstand beschlossen, die Regatta doch noch auszuführen, aber halt auf eine andere Art und Weise. Die Teams vom Schiff – so wie bereits gemeldet – wurden verpflichtet, sich mit Paddel und Schwimmweste an der Slipanlage einzufinden. Eine kleine Jolle stand startbereit auf dem Hänger. Nun wurden die Spielregeln erklärt: das Boot vom Hänger, ab ins Wasser, einmal rund um die Boje, wieder zurück und die Jolle auf den Hänger. Ein international zugelassenes Schiedsrichterpaar saß am Tisch, die Stoppuhr in der Hand und die Sekunden genaue Zeit wurde aufgeschrieben.